Was ist ein Trauma überhaupt?

 

 

Ein Schocktrauma ist ein zeitlich klar begrenztes, einmaliges Ereignis wie Naturkatastrophe, Unfall, Überfall etc.

Für ein Entwicklungstrauma sind dagegen keine massiv dramatischen Ereignisse nötig, es entsteht in der Säuglings- und Kleinkindzeit durch frühe Verletzungen und Bindungsverletzungen, die über  einen längeren Zeitraum hinweg andauern.

 

Bindungsverletzung kann entstehen, wenn Eltern nicht in der Lage sind auf die wirklichen Bedürfnisse ihres Kindes einzugehen.

Durch körperliche oder emotionale Vernachlässigung oder Überfürsorglichkeit/ängstlichkeit .

Oder wenn Eltern nur die "guten" Seiten ihres Kindes lieben und die unerwünschten mit Liebesentzug beantworten.

 

Eine häufige Folge ist der Kontaktverlust mit den eigenen Gefühlen und dem eigenen Körper, man verliert gleichzeitig die Verbindung nach innen und nach außen.

 

 

 

Dies führt zu einer grundlegenden Dysregulation des Nervensystems und kann im späteren Leben Symptome wie Beziehungsprobleme, Unruhe, Schlafstörungen, Burnout, Angststörungen, Depressionen und vieles mehr hervorrufen.

 

 

 

 

Was sind typische Traumasymptome?

 

- Beziehungsprobleme und Bindungsstörungen

Kann sich sehr verschieden äußern: Ängste vor zuviel Nähe zum Partner, Eifersucht, Angst vor Verlassenwerden, ständig wechselnde Partner, gar keine Beziehung haben, nur kurze Beziehungen haben, Angst nicht gut genug zu sein/keinen guten Partner zu verdienen

 

- Ängste, Phobien, Panikattacken

Man unterscheidet zwischen spezifischen Ängsten wie zB. Angst vor Spinnen, Platzangst etc. und unspezifischen Ängsten wie zB. nie zur Ruhe kommen können oder ständige latente Zukunftsangst haben

 

- Probleme mit dem Verwirklichen von Zielen und Lebensträumen

- Selbstzweifel, Wertlosigkeitsgefühle

 

- Permanent erhöhte Wachsamkeit (Hypervigilanz) und Anspannung, Schreckhaftigkeit

- Niedergeschlagenheit, Depression, Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit

- Schlafstörungen

- Burn-Out

- PTBS /Posttraumatische Belastungsstörung (Alle hier aufgeführten Symptome können u.U. auch einer PTBS zugeordnet werden)

 

- Worst Case Szenarios entwerfen/ Immer etwas Negatives erwarten

- Kontrollbedürfnis auf einer Skala von "ziemlich normal" bis pathologisch/zwanghaft

- Gedächtnisprobleme von sich schlecht an Namen erinnern bis zum Fehlen von ganzen Zeitabschnitten

- Lieblos/unbarmherzig sich selbst gegenüber

- Selbstzerstörerisches Verhalten/Selbsthass/Suizidgedanken-versuche

 

- "Rein körperliche" Symptome und Krankheiten mit seelischen Ursachen

- Suchtverhalten

Hierzu zählen nicht nur Drogen, Alkohol, Nikotin, Essen etc., sondern auch die gesellschaftlich sanktionierten Süchte wie Arbeitssucht, ständige Ablenkung durch Lesen-Fernsehen-Internet, Beziehungssucht usw.

 



Videos

Die Göttinger SEI®-Körperpsychotherapeutin Dami Charf, bei der ich mich in dieser Methode weitergebildet habe, hat einen YouTube Kanal mit vielen informativen Videos zum Thema Trauma.

(Dami Charf bietet nur noch Ausbildungen an, keine Einzeltherapie.)

 

Woran erkenne ich ein Trauma?

Was ist ein Trauma?

Wie muss ich sein, damit du mich liebst? (Über Beziehungsschwierigkeiten und ihren Ursprung in Bindungs- und Entwicklungstrauma)


Warum wir als Erwachsene oft reagieren wie kleine Kinder...

 

Wenn wir als Kinder etwas als traumatisch erleben bildet sich eine Art "Freeze" Zustand im Gehirn und hat zur Folge, dass wir noch als Erwachsene oft in die eingefrorenen emotionalen Zustände unseres kleinen  Kindes hineingetriggert werden.

Dann benehmen wir uns nicht wie vernünftige Erwachsene, sondern kindliche und rational nicht erklärbare Reaktionen übernehmen uns. Wer kennt das nicht aus Beziehungskonflikten...?

 

Aus diesen mit Stress verbundenen Emotionen leiten wir in der Kindheit Glaubenssätze ab, die unser ganzes erwachsenes Leben inklusive unserer Beziehungen bestimmen...

Nach der aktuellen Definition von Trauma können wir davon ausgehen, dass fast jeder Mensch heutzutage Entwicklungstrauma im Gepäck hat, das sich nach Heilung und Nachversorgung sehnt...


Traumaheilung braucht den ganzheitlichen Ansatz!

Die meisten heutzutage von den Krankenkassen finanzierten Therapien arbeiten vor allem auf der kognitiven Ebene, sind also linkshemisphärisch gestaltet.

Damit lassen sich zwar kognitive Erkenntnisse gewinnen, aber die tief gespeicherten Gefühlszustände der frühen Kindheit bleiben oft unverändert, und damit kann sich das Leiden am Leben nicht verabschieden...

Unser implizites Gedächtnis

Die von mir verwendeten Methoden arbeiten alle unter Einbeziehung von linker UND rechter Gehirnhälfte! Ganz grob gesagt ist die linke Gehirnhälfte für logisches Denken und alle Formen von Verstandesaktivität zuständig, und die rechte Gehirnhälfte für emotionale, kreative, holistische Aktivitäten.

 

Mit der kognitiven Arbeit der linken Hirnhälfte kann man (zB. in Gesprächstherapien) meistens nur mit dem expliziten Gedächtnis des Klienten arbeiten, also mit dem Material, dass bewusst erinnert wird.

Mit holistischen Herangehensweisen wie Innerer Kind Arbeit, EMDR, ThetaHealing und körperorientierten Ansätzen wird zusätzlich das implizite Gedächtnis, also das, was bis jetzt unbewusst im Verborgenen lag, einbezogen.

Dadurch kann dann auf einer tiefen Gefühls- und Seinsebene positive Veränderung stattfinden.


Und gute Aussichten...

Wenn man, manchmal nach einem sehr langen Weg des Suchens, endlich die richtige und passende Behandlungsmethode gefunden hat, dann kann der Heilungsprozess durchaus mit Siebenmeilenstiefeln vorangehen, das habe ich schon oft erlebt!

Ein Mensch, der sich immer allein gefühlt hat, kann menschliche Verbindung erleben, ein Mensch, der sich immer unsicher gefühlt hat, kann erleben tiefenentspannt durchs Leben zu gehen und vieles Gute mehr.

 Wenn auch Du schöpferisch Dein Leben mitgestalten willst, in Sinnhaftigkeit, Souveränität und Selbstverantwortung auf diesem Planeten leben und morgens beim Aufstehen ein Gefühl freudiger Erwartung an den kommenden Tag haben möchtest...

Dann freue ich mich, dich auf diesem Weg unterstützen zu dürfen!